In-Output

Inputs

Die Innovation des ST- Verfahrens liegt in der Anwendung und Verwendung auf sämtliche kohlenstoffhaltigen und damit insbesondere organische Materialien.

Somit finden beliebe Abfallprodukte wie Schweröle, Klärschlamm, Kunststoffe, Düngerüberschüsse (Gülle) oder Sägemehl Verwendung. Aber auch Zigarettenstummel, Asche, Wachse, Paraffine, Harze oder zerrissene Papierblätter können in die Trichter der Anlage eingefüllt werden und energetisch genutzt werden. Den Anwendungsmöglichkeiten sind keine erkennbaren Grenzen gesetzt.

Outputs

Es entstehen unter der Anwendung des ST-Verfahrens an unterschiedlichen Stationen verschiedene Outputs. Die in dem Reststoff-Sammelbehälter (siehe 6 auf der Abbildung) aufgefangenen Stoffe (Tannin und Kohlenstoff) können auf unterschiedlichste Weise genutzt werden. Je nach Input verändern sich die Outputs und auch ihre Einsatzgebiete. Einfacher Kohlenstoff kann zur Herstellung von Kohlenstoffverbundfasern und zu Verbrennung und somit Wärmeerzeugung in Kohlenstoffstaubheizungen dienen. Unter dem Inputfaktor Hühnerknochen ergab sich der Output Aktivkohle (auch medizinische Kohle genannt). Diese besondere Form der Kohle wird in erster Linie als Adsorptionsmittel zur Entfernung unerwünschter Farb-, Geschmacks- und Geruchsstoffe aus Gasen, Dämpfen und Flüssigkeiten eingesetzt. Ein großer Vorteil von Aktivkohlen besteht in ihrer thermischen Reaktivierbarkeit. Eine biologische Reaktivierung ist bei zur Abwasserreinigung eingesetzter Aktivkohle auch möglich.

Eine weiter Kohlenstoffverbindung (Karbid), die sich unter der Anwendung des ST–Verfahrens ergibt, wird hauptsächlich für den Gebrauch gleichnamiger Karbidlampen und zur Erzeugung von Acetyl-Gasen fürs Schweißen verwendet.

Ein weiteres breit gefächertes Feld an Anwendungsmöglichkeiten ergibt sich für den Output Tannin. Sie gehören zu den Anti-Nährstoffen, mit denen sich verschiedene nährstoffreiche Pflanzen, die auch in der menschlichen Ernährung verwendet werden, vor Fressfeinden schützen.
Die technischen Hauptverwendung liegt in der Ledererzeugung (Gerberei), in der sie Erhöhung der Haltbarkeit und zum Schutz vor Mikroorganismen eingesetzt werden. Auch als Umwandler von Rost werden Tannine aufgrund ihre Wasserlöslich- und Umweltverträglichkeit gegenüber andern Wirkstoffen vorgezogen. In der chemischen Industrie finden sie zudem vielerorts Verwendung. Somit ist ein breiter Absatzmarkt gesichert.

Am Ende des gesamten Verfahrens bleibt der Output Abwärme, der zum größten Teil zum Betrieb der Reaktorkammern eingesetzt wird. (siehe 4 auf der Abbildung).

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